User:Springeragh

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— Richard Wagner $PЯINGεrαgђ

Winterstürme wichen dem Wonnemond,

in mildem Lichte leuchtet der Lenz;

auf linden Lüften leicht und lieblich,

Wunder webend er sich wiegt.

Durch Wald und Auen weht sein Atem,

weit geöffnet lacht sein Aug:

aus sel'ger Vöglein Sange süß er tönt,

holde Düfte haucht er aus;

seinem warmen Blut entblühen wonnige Blumen,

Keim und Sproß entspringt seiner Kraft!

Mit zarter Waffen Zier bezwingt er die Welt;

Winter und Sturm wichen der starken Wehr:

wohl mußte den tapfern Streichen die strenge Türe auch weichen,

die trotzig und starr uns — trennte von ihm!

Zu seiner Schwester schwang er sich her;

die Liebe lockte den Lenz: in uns'rem Busen

barg sie sich tief; nun lacht sie selig dem Licht.

Die bräutliche Schwester befreite der Bruder;

zertrümmert liegt was je sie getrennt:

jauchzend grüßt sich das junge Paar,

vereint sind Liebe und Lenz!